Wandernd sich eine Region zu erschließen ist sicherlich eine der intensivsten und eindrucksvollsten Möglichkeiten, aber ... 
Den Umgang mit Biscotte, der Jüngste der drei, würde ich mal so schildern: er benötigte etwas Geduld, viel Zuwendung und eine konsequente Hand und bedankte sich mit treuen Augen und ständig wedelnden, langen Ohren. Und das Beste: er schleppte alles Zeug klaglos von A nach B.
Auf den Spuren eines kleinen Wanderzirkus probte ich mit ihm einige Kunststücke. Der Sprung durch den Feuerreifen gelang nicht, aber Seilchen und über den Stock hüpfen und sogar sprechen, ich glaube es war französisch. Auf jeden Fall hat er mir mit seinen schönen langen Ohren immer genau zugehört.
Obwohl wir alle unerfahren im Umgang mit Eseln waren, verzichteten wir auf Begleitung und hatten so einen riesigen Spaß mit den Tieren und diese wahrscheinlich auch mit uns.
Natürlich bekamen wir vorher eine kleine Einweisung in Füße putzen (Hufe auskratzen), kämmen (striegeln) und Gepäcksattel auflegen etc., aber nach Erklärung der Route und der Übernachtungsorte ging es eigenverantwortlich los über Stock und Stein.
Da wir mit dem Zelt unterwegs waren, hatten wir eine Menge Krempel, der jeden Morgen nach einem ausgedehnten Frühstück auf die Esel verstaut werden musste. Täglich wanderten wir 15km und benötigten dafür 5 bis 6 Stunden. Wir übernachteten auf wunderschönen Plätzen, ob in kleinen idyllischen Dörfern, bei Familien, in Naturcamps oder Campingplätzen, alle haben uns ausnahmslos super gefallen.
